Sonnenaufgangs-Wanderung auf den Einstein (1866 m) in den Tannheimer Bergen

Ein kleiner Traum, den wir uns dieses Jahr erfüllen wollten.

Einen Tag aus dem Familienalltag ausbrechen, dieses Jahr einfach vergessen, Zeit zu zweit haben, die Ruhe und die Natur genießen.

An einem Sonntag im August hieß es für uns um 2:30 Uhr aufstehen und nach knapp 3 Stunden Schlaf, fertig machen zur Abfahrt Richtung Österreich. Unser Ziel, der Einstein im Tannheimer Tal. Ein Vorschlag von meiner Schwägerin, die sich was Berge angeht, sehr gut auskennt.

Also packten wir unsere Wanderschuhe und ein bisschen Brotzeit in das Auto und fuhren los, Richtung Süden.

Die Kinder waren schon seit dem Vorabend, bei den Großeltern verräumt und endlich hätten wir mal wieder ausschlafen können. Unsere Neugierde war jedoch größer als der Wunsch nach einem langen Nickerchen, auch wenn wir es kurz nach dem Aufstehen fast bereuten und uns unsere Augenringe bis zum Boden reichten.

Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde, bis wir unser Ziel erreichten.

Ausgestattet mit einer Hirabira (Stirnlampe), mehreren Jacken und etwas Brotzeit ging es los. Mit leichter Aufregung, was auf uns zukommen wird, ging es durch die Dunkelheit. Schritt für Schritt, mit dem Blick auf den Weg, der unter unseren Füßen lag.

Es ging stetig und straff bergauf.

Als wir ungefähr ¾ des Weges gelaufen waren, fing es langsam an zu dämmern, wodurch mehr und mehr die Natur sichtbar wurde. Die letzten Meter unseres Weges waren sehr felsig, somit hieß es „ein bisschen kraxeln“.

Auf dem Weg überholten wir noch weitere 3 kleinere Gruppen, die das gleiche Ziel hatten.

Oben angekommen konnten wir die Stille und die unfassbar schöne Aussicht, sowie Natur kaum glauben. Wir waren ganz alleine auf dem Gipfel und haben es einfach nur genossen. Die Sonne zauberte ein so wunderschönes Licht in die Berggipfel und ließ die Welt für einen Sekunde stillstehen. Das frühe Aufstehen wurde belohnt und dieser Ausflug wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben.

Was benötigt man:

  • Hirabira (Stirnlampe)
  • Festes Schuhwerk ( Wanderstiefel, Treckking Schuhe)
  • Zwiebel-Look ( T-Shirt, dünne Jacke oder dünner Pullover, Outdoor-Jacke)
  • evtl. kleine Brotzeit
  • evtl. Wanderstöcke
  • Kamera oder Handy nicht vergessen, für unvergessliche Aufnahmen

Einfache bis mittelschwere Bergwanderung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt.

Anfahrt:

Direkt an der Ausfahrt nach Tannheim und Berg befindet sich nördlich der Straße ein Parkplatz.

Wir sind an der südlichen Seite hoch und wieder runter gewandert.

Die Gehzeit wird mit 1 Stunde und 45 min angegeben, mit sehr flottem Gang, haben wir es es in 1 Stunde und 15 min geschafft.

Fazit:

Absolut einen Besuch wert! Das wird mit Sicherheit nicht die letzte Wanderung auf den Einstein bleiben.

Blick Richtung Süden

Eure Chrissi

Ausflugstipp mit der Familie im Ostallgäu – Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg

Kindheitserrinnerungen:

Mit den eigenen Kindern die Welt entdecken, die ich zuvor als Kind entdecken durfte.

Wie viele Kindheitserrungen in mir hoch kamen, als wir im Juni einen Ausflug zu den Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg machten.

Ich fühlte mich zurück versetzt in die 90er Jahre, als ich selber ein Kind war. Nichts hatte sich verändert.  Jeder Stein stand noch auf dem Anderen, wie vor mehr als 20 Jahren. Familienausflüge mit Tanten, Onkeln, Cousinen, Cousins, Oma, Opa wurden hierher gemacht. Wir spielten Verstecken und fühlten uns wie Ritter und Burgfräulein.

Der weite Ausblick in die Berge faszinierte mich damals schon so sehr.

Ausblick in den Süden auf dem Weg zu Burg Ruine Eisenberg.
Ausblick von der Ruine Eisenberg Richtung Südosten.

20 Jahre später zeige ich nun meinen eigenen Kindern die Welt, die mir als Kind gezeigt wurde. Mir wurde wieder klar wie wunderschön wir wohnen, nämlich da, wo andere Urlaub machen.

Der Ausflug beginnt im Dorf Zell bei Eisenberg am Parkplatz und führt durch einen schönen Waldwanderweg hoch zur Ruine Eisenberg (1040 m). Es gibt einige Aussichtspunkte an denen man einen wunderschönen Ausblick auf die Alpen und Hügellandschaft hat.

Ein Paradies für kleine Entdeckter, die Spaß am Verstecken in den verwinkelten Burg Überresten haben und sich in ihrer Fantasie in die frühere Zeit zurück versetzen wollen.

Weiter geht es direkt zu der gegenüberliegenden Ruine Hohenfreyberg (1050 m).

Beide Ruinen sind immer frei zugänglich und die Besichtigung ist kostenfrei.

Grundsätzlich sind beide Ruinen mit einem Kinderwagen zugänglich, aber zu Empfehlen ist eher mit einer Kraxe bzw. Trage, da der Großteil des Weges über einen unebenen Waldweg führt.

Zeitlich kann man sich als Familie mit Kindern, etwa zwei Stunden einplanen, wenn zur Besichtigung beider Ruinen und dem Versteck-Spiel etc. ausreichend Zeit vorhanden sein soll.

Genießt euren Ausflug!

Eure Chrissi